Was kostet eine professionelle Website? Die ehrliche Antwort
Webdesign · 2026-05-12 · 8 Min.
Wenn du fünf Agenturen fragst, was eine Website kostet, bekommst du fünf Antworten zwischen 500 € und 50.000 €. Und das Frustrierende: Alle haben Recht. Der Preis hängt nicht vom „Marktwert" einer Website ab, sondern davon, was sie für dein Unternehmen leisten soll. In diesem Artikel zerlegen wir das Thema ehrlich – ohne Verkaufsmasche.
Warum Pauschalpreise irreführend sind
Ein „Website ab 499 €"-Angebot ist nicht zwangsläufig ein Betrug – aber es vergleicht Äpfel mit Birnen. Die meisten dieser Pakete liefern eine Vorlage, in die dein Logo und ein paar Texte eingesetzt werden. Funktioniert das? Manchmal. Bringt es Kunden? Selten. Eine Website ist keine digitale Visitenkarte, sondern dein wichtigster Vertriebskanal. Und ein Vertriebskanal, der nichts verkauft, ist auch kein Schnäppchen, wenn er 499 € gekostet hat.
Die echten Kostenfaktoren – ehrlich aufgeschlüsselt
Was eine Website wirklich kostet, hängt von sechs Hebeln ab:
- Strategie & Konzept (10–20 %): Wer ist die Zielgruppe? Welches Problem löst die Seite? Welche Conversion-Pfade gibt es? Ohne diese Vorarbeit baust du auf Sand.
- Design (20–30 %): Eigene Bildwelt, eigene Typografie, eigene Farbsprache – das unterscheidet eine 8.000-€-Seite von einem 800-€-Template.
- Texte (10–25 %): Professionelle Conversion-Texte kosten Zeit. Pro Seite musst du mit 4–8 Stunden Arbeit rechnen, wenn sie wirklich verkaufen sollen.
- Entwicklung (20–35 %): Pagespeed, Mobile-Optimierung, sauberes HTML – das sieht der Kunde nicht direkt, Google aber sehr wohl.
- SEO-Setup (10–20 %): OnPage-SEO, technisches SEO, lokale Sichtbarkeit. Ohne SEO bringt dir die schönste Seite nichts.
- Wartung & Hosting (jährlich): 200–1.500 € pro Jahr, je nach Setup. Das wird gerne verschwiegen.
Realistische Preisspannen 2026
Aus über 80 umgesetzten Projekten sehen wir folgende realistische Preisspannen für den deutschen Markt:
One-Pager / Visitenkarten-Website
Eine schlanke Single-Page-Site mit Hero, Leistungen, Kontaktformular und SEO-Basics: 900 – 2.500 €. Geeignet für lokale Dienstleister mit klarem Angebot (Physiotherapeut, Steuerberater, Coach).
Klassische Unternehmens-Website (5–10 Seiten)
Startseite, Leistungen, Über uns, Referenzen, Kontakt, Impressum, Datenschutz – sauber strukturiert mit individuellem Design: 3.500 – 9.000 €. Das ist die Spanne, in der die meisten KMU optimal aufgehoben sind.
Conversion-optimierte Verkaufsseite mit Landingpages
Mehrere Landingpages für unterschiedliche Zielgruppen, A/B-Testing-fähig, integriert mit CRM und Tracking: 8.000 – 25.000 €. Lohnt sich, sobald du aktiv Werbebudget einsetzt.
Onlineshop oder komplexe Plattform
Ab 10.000 € aufwärts, realistisch eher 15.000–40.000 € inklusive Anbindungen (Warenwirtschaft, Versand, Zahlungsdienstleister).
Wovon der Preis NICHT abhängt
Drei Dinge, die seltsamerweise oft als Preistreiber verkauft werden, aber 2026 keine Rolle mehr spielen sollten:
- Anzahl Bilder oder Icons. Stockfotos und freie Icon-Bibliotheken kosten nichts mehr.
- „Animationen". Moderne CSS-Animationen sind Standard, kein Aufpreis.
- Mobile-Optimierung. Wer das 2026 noch als „Premium-Feature" verkauft, ist nicht ernstzunehmen.
Wann lohnt sich welches Budget?
Faustregel: Eine Website sollte sich innerhalb von 12 Monaten amortisieren. Wenn ein Kunde dir 2.000 € Deckungsbeitrag bringt, ist eine 6.000-€-Website nach drei Kunden bezahlt.
Frag dich nicht „Was kostet das?", sondern „Was bringt mir das?". Eine 1.500-€-Website, die null Anfragen generiert, ist teurer als eine 6.000-€-Website, die jeden Monat zwei qualifizierte Leads liefert.
Worauf du bei Angeboten achten solltest
- Wird Strategie als separater Posten ausgewiesen?
- Steht im Angebot, was du nach Projektende selbst pflegen kannst – und was nicht?
- Gibt es eine klare Preisliste für spätere Änderungen (Stundensatz, Pauschale)?
- Ist SEO inklusive oder nur „Buzzword im Verkaufsgespräch"?
- Wem gehört die Seite nach Projektende – dir oder der Agentur?
Unser Ansatz bei Siteglow
Wir arbeiten transparent ohne Pauschalpakete. Du bekommst eine Angebotsstruktur, die jeden Posten einzeln ausweist, sodass du genau siehst, wofür du bezahlst. Bei Fragen zu deinem spezifischen Projekt findest du auf unseren Standortseiten direkte Ansprechpartner für deine Region oder kannst direkt eine unverbindliche Erstberatung anfragen.
Häufige Fragen
- Was kostet eine einfache Website für Selbstständige?
- Für eine professionelle One-Page-Website mit Hero, Leistungen, Kontaktformular und SEO-Grundausstattung solltest du mit 900 bis 2.500 € rechnen. Darunter bekommst du in der Regel nur Templates ohne echte Anpassung.
- Warum sind Website-Baukasten-Angebote so viel günstiger?
- Weil sie kein Konzept, keine individuellen Texte, kein eigenes Design und kein technisches SEO beinhalten. Du bezahlst nur die Software-Lizenz und setzt alles selbst. Für viele Soloselbstständige reicht das – für Unternehmen, die online Kunden gewinnen wollen, fast nie.
- Was kostet die laufende Wartung einer Website?
- Realistisch zwischen 200 und 1.500 € pro Jahr, je nach Umfang. Darin enthalten sind Hosting, Sicherheitsupdates, Backups und kleinere inhaltliche Anpassungen. Größere Erweiterungen werden meist nach Aufwand abgerechnet.
- Lohnt sich eine teure Website überhaupt?
- Eine Website lohnt sich dann, wenn sie messbar Anfragen oder Verkäufe bringt. Eine 8.000-€-Seite, die monatlich drei qualifizierte Leads à 2.000 € Auftragswert liefert, ist nach einem Monat refinanziert. Eine 800-€-Seite ohne Anfragen ist dagegen reines Kostengrab.
- Wie lange dauert die Erstellung einer Website?
- Bei klar definiertem Umfang und schneller Rückmeldung des Kunden setzen wir Standard-Unternehmenswebsites in 2 bis 4 Wochen um. Komplexere Projekte mit individuellen Funktionen brauchen 6 bis 12 Wochen.
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